„Formationen der unmittelbaren Raumstörung Teil I, II, III, IV“, 1992/93/95 – Die III. Transzendentale Hauptkarte des MfMK München: „Die Ausstellung wird wegen der großen Nachfrage bis einschließlich 25. September 1993 verlängert.“; die Zusammenarbeit mit dem Kölnischen Kunstverein, 1995

 

Unbearbeitete Scans der Einladungskarten „Arbeiten unter der Bedingung der ersten Einladungskarten des MfMK München ‚Formationen der unmittelbaren Raumstörung Teil I, II, III, IV'“.

Wie sind reale Ausstellungen jetzt noch möglich? (Heinrich Wölfflins http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_W%C3%B6lfflin „Kunstgeschichte ohne Namen“ und Alois Riegls http://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Riegl „Kunstwollen“könnten hierfür Pate gestanden haben, aber damit wird schon wieder ein unübersehbares Netzwerk von Missverständnissen produziert, aus dem sich bis heute auch Kunsthistoriker wie Hans Belting http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Belting, Horst Bredekamp http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Bredekamp oder Hans Körner nicht wirklich befreien konnten. )

FORMATIONEN DER UNMITTELBAREN RAUMSTÖRUNG TEIL I „HULDIGUNG AN PARMIGIANINO“, 1992

Vgl. hierzu: http://de.wikipedia.org/wiki/Parmigianino

In der sehr großen Galerie Mosel & Tschechow wurde ein konkav geschwungener kleiner Spiegel mit barocker Rahmung – Massenware, die in Italien hergestellt worden sein könnte – ausgestellt: Das Übrige besorgte Die Einladungskarte. Die Ausstellung wurde zwei Jahre später  1995 im Kölnischen Kunstverein unter der Bedingung eines anderen Kontextes gezeigt. Dort hieß die Ausstellung: „Vadim Zakharov – Der letze Spaziergang durch die Elysischen Felder“. Der Spiegel wurde von Zakharov freilich jetzt völlig unsichtbar unter einer Sitzbank angebracht. Zakharov hat damit die an ihn gestellte Aufgabe, den Spiegel in seine Ausstellung zu platzieren, genial gelöst.

Die Künstlerliste hat sich hingegen nicht geändert:

Georg Baselitz, Michael Buthe, Wim Delvoye, Jan Fabre, Isa Genzken, Robert Gober, Georg Herold, Jenny Holzer, Anselm Kiefer, Martin Kippenberger, Jeff Koons, Dieter Krieg, Wolfgang Laib, Gerhard Merz, Christa Näher, A.R. Penck, Gerhard Richter, Julian Schnabel, James Turrell, Franz West.

 

FORMATIONEN DER UNMITTELBAREN RAUMSTÖRUNG Teil II „HULDIGUNG AN HELMUT SCHELSKY. ODER: DIE WIRKLICHKEIT DER BILDER. ODER: EINE ANALYSE DER BEDEUTUNG DES MUFFS UND DES PLUNDERS FÜR EINE STADT. AUS DER ARBEIT: FELDFORSCHUNG NR. 1, 1993

In einer Verkaufsgalerie für Dekorationen wurden billige Kitschbilder ausgestellt. Jedes Werk wurde einem Künstler auf der Vorderseite der Karte zugeordnet, ferner ein konstant bleibender Preis: er schwankte zwischen 6500.-DM und 85oo.- DM. Von den örtlichen Händlern wurde das Experiment sehr kritisch betrachtet.

Auf der Künstlerliste standen folgende Namen:

Helmut Friedel, Bodo Buhl, Urs Lüthi, Naila Kunigk, Karin Sachs, Roland Fischer, Rüdiger Schöttle, Helmut Draxler, Victor Kraus, Christian Gögger, Walter Storms, Sabine Adler, Peter M. Bode, Thomas Dreher, Johannes Muggenthaler, Ingrid Rein, Hans Baschang, Johann Georg Prinz von Hohenzollern, Hanne Weskott, Wolfgang Flatz, Rupprecht Geiger, Laszlo Glozer, Gabriele Czöppan, Aribert von Ostrowski, Bernd Klüser, James Reineking, Peter Vogt, Rainer Metzger, Heinz Schütz, Bernhard Wittenbrink.

 

FORMATIONEN DER UNMITTELBAREN RAUMSTÖRUNG TEIL III „JOURNALISMUS UND TOTEMISMUS: ODER: ETWAS ZUM BLÄTTERN, 1993

In den Büroräumen LUDWIG wurde die Ausstellung „Die verlorenen Bilder- die Zusammenarbeit mit Eric Mayen, 1990“ wiederholt. 1990 trägt sich eine erste Anonymisierung, die dann wichtig für diese Projekt MfMK München wurde, vor. Diese Ausstellung inszeniert zweitens die Sache eines Künstlers. Die Einladungskarte von 1990 gibt den Namen „PORZNER“ wie eine Firma an; man könnte hier auch von PORZNER-GALERIE sprechen. Dies Ausstellung „Die verlorenen Bilder“ wurde 1995 in der Galerie Rainer Wehr, Stuttgart noch einmal wiederholt.

Auf der Künstlerliste standen folgende Namen:

Heinz Schütz, Dorothée Hahne, Christoph Blase, Armin Zweite, Andreas Gut, Raimund Stecker, Gerd-Christian Weniger, Kasper König, Sean Rainbird, Ulrike Groos, Ingrid Hamm, Carla Schulz-Hoffmann, Michael Semff, Bernhart Schwenk, Florian Hufnagel, Corinna Thierolf, Janneke de Vries, Jörg Paczkowski, Thomas Kellein, Eva Meyer-Hermann, Johan Holten, Ellen Seifermann.

Vgl. hierzu: http://kulturportal.de/-/kulturschaffende/detail/55144

 

FORMATIONEN DER UNMITTELBAREN RAUMSTÖRUNG TEIL IV „HULDIGUNG AN ARNOLD GEHLEN“, 1993

Die Ausstellung fand in den Räumen der GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DER KUNST- UND KULTURTHERAPIE( GFKKT) statt: Es wurden zwanzig Arbeiten von Patienten ausgewählt und diese dann den einzelnen  Künstlern der Künstlerliste zugeordnet. Alle machten mit. Weiterhin war auf einer Glasplatte ein großer alter Cellokasten ausgestellt. Die Oberfläche dieses Ready-mades erinnert teilweise an mit der Kreissäge bearbeitete und auf Holzplatten gemalte schwarze  Bilder Immi Knöbels. Die Form des Cellokasten zitiert dagegen eindeutig kubistische Formen; man hat jedenfalls solche Assoziationen, die in die Richtung zu gehen scheinen. Er wirkte in der Ausstellung etwas monströs. An einer Ecke der Glasplatte stand eine etwa zur Hälfte abgebrannte Kerze. Die Glasplatte wurde noch am selben Abend ganz erheblich beschädigt und später dann durch eine Metallplatte ausgetauscht; diese ist bei einem Umzug des Besitzers des Kunstwerkes merkwürdigerweise unauffindbar verloren gegangen. Auf der zweiten Seite der Einladungskarte steht unter dem Haupttitel (tautologisch) – Bilder, Photos und Wiederekennungseffekte: Oder: Unterbrechungen.

Auf der Künstlerliste standen folgende Namen:

Thomas Ruff, Tim Head, Bodo Buhl, Andreas Gursky, Nikola Glassl, Günther Förg, Candida Höfer, Cindy Sherman, Andreas Serrano, Christoph Thomas, Berhard Prinz, Barbara Kasten, James Turrell, Roland Fischer, Andrea Zapp, Perejaume, Robert Quickborn, Jeff Koons, Andrea Fraser, Clegg & Guttmann.

 

Sechs Monate später wurde in diesen Räumen die Ausstellung „Gesellschaftliche Aspekte der Kontaktaufnahme – Teil I Die Visitenkarte“ eröffnet.

Vgl. insgesamt hierzu: http://artnews.org/hanspeterporzner

 

Unbearbeiteter Scan der Einladungskarte VERLÄNGERUNG DER AUSSTELLUNG  „H. Bosch. Die Hochzeit zu Kana“.

(Bis 2014 nur im Internet.

Wegen Umbau bis 2014 geschlossen.)

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Über Hans-Peter Porzner

Künstler
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